


Vereinschronik
Der Verein
Im Sommer 1972 fand sich in Untergrombach eine Gruppe junger Männer zusammen, die Interesse am Schießsport hatten. Dieser zunächst noch keinen Gruppe schlossen sich bald weitere Gleichgesinnte an, um im Spätjahr desselben Jahres den Entschluss zu fassen, einen Schießsportverein zu gründen. Der Schützenverein 1972 e.V. Untergrombach wurde daraufhin am 9.September 1972 bei der damaligen Gründungsversammlung im Gasthaus "Rebstöckle" ins Leben gerufen und der damals bereits in Heidelsheim aktive Sportschütze Alfons Rullmann zum Oberschützenmeister gewählt.

Doch vor Beginn des Schießbetriebes musste natürlich zuerst nach einer geeigneten Trainingsmöglichkeit gesucht werden. Der damalige Schatzmeister Paul Biederman, gleichzeitig Vorstand beim Kleintierzuchtverein, schlug vor, auf deren Gelände beim Baggersee vorübergehend mit dem Schießbetrieb zu beginnen. Zwischenzeitlich bot auch das Verwaltungsmitglied Heinz Becker sein Gartengelände bei der Oberen Mühle an, um einen provisorischen Schießstand zu errichten. Hier mussten lediglich zwei ausgediente Hühnerställe umfunktioniert werden und mit etwas Geschick und Improvisation konnte bereits im Oktober 1972 auf 4 Luftgewehrständen mit dem Trainingsschießen begonnen werden. Diese entsprach zwar nicht den heutigen Sicherheitsvorschriften, aber der Zweck
Zweck heiligt bekanntlich die Mittel. Das damalige Vereinsheim war keine 2 Meter hoch, ohne Wasser und ohne Strom. Es bot gerade mal Platz für 2 Biertischgarnituren und für Gemütlichkeit sorgte ein kleiner Kanonenofen.Es war der alte Steinbruch beim Wasserfall im Gespräch (Rückhaltebecken zwischen Ober- und Untergrombach), dann wieder das Gelände des Untergrombacher Schuttplatzes bei der Autobahn. Doch beides gestaltete sich hinsichtlich Strom- und Wasserversorgung als äußerst ungeeignet, so daß man sich für das heutige Vereinsgelände am Rötzenweg entschied, welches von der Stadt Bruchsal zur Verfügung gestellt wurde. Nach Abschluss der Formalitäten wurde im Februar 1974 mit dem Neubau eines Luftgewehrstandes und eines Vereinsheims neben der dortigen Dreschhalle begonnen. Der Schatzmeister des jungen Vereines hatte natürlich wenig finanziellen Spielraum und so musste gespart werden, wo es gieng. Man erstand eine ausgediente, aber noch gut erhaltene Holzbaracke, die andernorts abgebaut und neben der Dreschhalle wieder aufgebaut wurde. So sollte nach liebevollem Ausbau das Spätere Vereinsheim werden. Daneben fand man Plstz für den Bau von 10 Luftgewehr-Schießständen und bereits 3 Monate nach Baubeginn hieß es "Feuer frei" auf der neuen Anlage.

Nachdem den sportlichen Erfolgen nun nichts mehr im Wege stand erlebte der Verein nochmals einen deutlichen Mitgliederzuwachs. So zählte der Verein Ende 1974 schon über 70 aktive Schützen, wovon allein 20 zur Jugend gehörten. Bereits damals erkannte man, daß die Zukunft des Vereins in erster linie durch eine intakte Jugendarbeit gesichert wird. Insbesondere dem damaligen Jugendleiter Theo Reger ist es zu verdanken, daß die damalige Schützenjugend überwiegend dem Verein treu geblieben ist und zu einem großen Teil in der heutigen Vorstandschaft die Vereinsgeschäfte weiterführt.
Durch Motivation und viel Trainingsfleiß etablierten sich die Untergrombacher Schützen sehr schnell auf den vorderen Plätzen und verschafften sich Respekt und Anerkennung bei den gegnerischen Mannschaften. Gekrönt wurde die damalige Erfolgsseriezweifellos durch den Luftgewehrschützen Pedro Lauber, der im Jahre 1977 bei den Deutschen Meisterschaften auf der Münchner Olympiaanlage den 3. Platz belegte. Dies war auch gleichzeitig der größte Einzelerfolg eines Untergrombacher Sportschützen. Mitte der 70er Jahre wurde der Ruf nach weiteren Wettkampfdisziplinen laut und so begann man 1977 mit dem Training im Kleinkaliberschießen. Bedingt durch das fehlen eines KK-Schießstandes konnte dies jedoch nur auf auswärtigen Schießanlagen (Karlsdorf und Heidelsheim) ausgeübt werden. Doch der Wunsch nach einer eigenen Anlage wurde immer lauter, zumal unsere Schützen zwischenzeitlich auch in dieser Disziplin schnell beachtliche Erfolge verzeichnen konnte.

Walter Proksch war es dann, der ab 1986 die Vereinsgeschicke leitete und sich insbesondere dieses Wunsches der damals fast ausschließlich jugendlichen KK-Schützen annahm und die tat umsetzte.
Am 1. Oktober 1988 erfolget durch den damaligen Ortsvorsteher Heinz Link und Oberschützenmeister Walter Proksch der 1. Spatenstich für das bislang größte und umfangreichste Bauprojekt unseres Verein.
Nach knapp vierjähriger Bauzeit erfolgte im Mai 1992 rechtzeitig zum 20jährigen Vereinsjubiläum die Einweihung unseres 50 Meter-Kleinkaliber-Schießstandes. Gebaut nach den modernsten Gesichtspunkten was Umwelt und Sicherheitsstandards betrifft, bietet diese Anlage unseren Schützen seither optimale Trainingsmöglichkeiten beim KK-Schießen.
Keinesfalls unerwähnt bleiben dürfen an dieser Stelle die vielen Helferinnen und Helfer, die in unzähligen Arbeitsstunden dieses Projekt verwirklichten. Großen Respekt verdient hierbei vor allem unser damaliger Vorstand Walter Proksch, der es nicht nur verstand, seine Mitglieder über diese lange Bauzeit immer wieder anzuspornen und zu motivieren, sondern selbst jede freie Minute aufopfernd dem Verein zur Verfügung zu stehen.
In der Folgezeit wurde auch der über dem Schießstand liegende Mannschaftsraum ausgebaut. Er sollte ein unser allen über viele Jahre hinweg ans Herz gewachsene "Provisorium" ablösen: unser altes Schützenhaus. An diesem waren die vergangenen 20 Jahre nicht spurlos vorübergegangen und so diente der Mannschaftsraum derzeit als Vereinsheim. Darüber hinaus wurde die Schießanlage im Jahr 1993 zusätzlich zum Vorderladerschießen freigegeben.

Anfang der 90er bildetet sich im Verein eine Interessengruppe unter Federführung unseres damaligen Schatzmeisters Karl-Heinz Modery und unsers Ältestenrats Helmut Schöller, die sich zum Ziel setzten, den Verein mit einer Vereinsfahne auszustatten. Unter dem Motto "Zum Ziel fest schauen, auf Gott vertrauen" erfolgte dann am 7. Oktober 1995 die Weihung und feierliche Übergabe der neuen Vereinsstandarte im Rahmen eines Ehrenabends in der Mehrzweckhalle Untergrombach.
An dieser Stelle sei erwähnt, daß sich aus dieser Interessengruppe im Frühjahr 1996 der Förderkreis des Schützenvereins bildete. In diesem zwischenzeitlich eigenständigen Verein fanden sich viele Freunde des SVU zusammen, deren Ziel es sei, den Schützenverein ideell und finanziell zu unterstützen.

Neben den Sportlichen Aktivitäten kümmert sich unser Verein aber auch um Traditionelles. So überlies der Heimatverein 1989 anlässlich der 1200 Jahr-Feier die ehemalige Untergrombacher Salutkanone unserem Verein. Nach technischer Überarbeitung und Prüfung beim Beschußamt in Ulm ist es uns seither möglich, anlässlich von Festumzügen und sonstigen besonderen Anlässen durch Böllerschüsse und historisch gekleidete Schützen für eine besondere Attraktion zu sorgen.
Auch für die Zukunft hat sich der Schützenverein bereits neue Ziele gesteckt. Bedingt durch den Abbruch des alten Vereinsheims und behelfsmäßiger Unterbringung des Luftgewehrstandes in der Kleinkaliberanlage, beabsichtigen wir den Neubau eines Vereinsheims mit integrierter Schießhalle für Luftdruck- und Kurzwaffen. Trotz Planung und bereits erteilter Baugenehmigung konnte mit diesem Vorhaben allerdings noch nicht begonnen werden, da aufgrund der angespannten Haushaltslage derzeit keine Zuschussmittel für den Sportstättenbau zugewiesen werden.
Fortsetzung folgt...
Wissenswertes über den Verein
Der SVU wurde 1972 in Untergrombach gegründet. Er ist Mitglied des Badischen Sport- schützenverbands (BSV) und des Badischen Sportbunds (BSB) und gehört somit dem Deutschen Schützenbund (DSB) an. Regional ist er als einer von derzeit 26 Vereinen dem Sportschützenkreis 11 Bruchsal 1953 e.V. zugeordnet